Eine Hypothek ist ein wesentlicher Bestandteil beim Erwerb einer Immobilie, doch wie funktioniert sie eigentlich? Hier erfahren Sie alles, was Sie zum Thema wissen sollten.
Eine Hypothek ist ein durch ein Grundpfandrecht gesicherter Kredit zur Finanzierung einer Immobilie.
In der Schweiz sind mindestens 20 % Eigenkapital erforderlich, um Wohneigentum zu erwerben.
Die monatliche Belastung setzt sich aus Hypothekarzins, Amortisation und Nebenkosten zusammen.
Banken prüfen streng die Tragbarkeit: Die kalkulatorischen Wohnkosten dürfen rund ein Drittel des Einkommens nicht übersteigen.
Es gibt verschiedene Hypothekarmodelle (Fest-, SARON- und variable Hypothek) mit unterschiedlichen Chancen und Risiken.
Die Hypothek wird in erste und zweite Hypothek unterteilt, wobei nur die zweite zwingend amortisiert werden muss.
Eigenkapital kann aus Ersparnissen, Schenkungen, Erbvorbezügen oder Vorsorgegeldern stammen.
In der Schweiz gibt es spezifische Anforderungen und Besonderheiten für Hypotheken, die potenzielle Käufer kennen sollten.

Eine Hypothek aufzunehmen, erfordert eine sorgfältige Planung und Vorbereitung. Hier sind die grundlegenden Schritte:
Beachten Sie, dass Hypotheken in der Regel über einen längeren Zeitraum zurückgezahlt werden müssen und die Zinsen im Laufe der Zeit variieren können. Wir raten Ihnen daher, sich mit den verschiedenen Hypothekarmodellen vertraut zu machen und sich von einem Berater konsultieren zu lassen.
Der Hypothekarzins ist der jährliche Zinssatz, den Sie als Hypothekennehmer an den Darlehensgeber, in der Regel eine Bank oder Versicherung, zahlen. Dieser Zins ist ein Ausdruck für die Kosten der Inanspruchnahme des Hypothekardarlehens und wird prozentual zur Höhe der Hypothek berechnet. Die Bezahlung des Hypothekarzinses erfolgt üblicherweise monatlich.
Es gibt verschiedene Faktoren, die die Höhe des Hypothekarzinses beeinflussen können. Dazu gehören unter anderem:
Bei Festhypotheken bleibt der Zins über die gesamte Laufzeit konstant, weshalb zusätzlich Absicherungskosten, auch Zinsswap genannt, anfallen können. Diese schützen vor der Möglichkeit, dass die Marktzinsen während der Laufzeit über den effektiv bezahlten Hypothekenzins steigen.
Die Eigenmittel, auch Eigenkapital genannt, sind ein entscheidender Teil der Hypothekenfinanzierung. Sie stellen den Anteil der Finanzierung dar, den der Käufer selbst aufbringt. In der Schweiz beträgt der Mindestanteil an Eigenkapital üblicherweise 20 % des Kaufpreises der Immobilie.
Herkunft der Eigenmittel
Die Eigenmittel können aus verschiedenen Quellen stammen. Dazu gehören:
Die Eigenmittel reduzieren den Kreditbedarf und somit auch die Hypothekarzinsen. Sie stellen daher eine solide Grundlage für die Finanzierung Ihres Eigenheims dar. Je mehr Eigenkapital Sie aufbringen können, desto günstiger sind die Konditionen für Ihre Hypothek.
Die variable Hypothek ist eine Form der Immobilienfinanzierung, die Flexibilität bietet, da sie keine festgelegte Laufzeit hat und sich der Zinssatz an die aktuellen Marktverhältnisse anpasst.
Diese Eigenschaften machen diese Art der Hypothek besonders geeignet für kurzfristige Finanzierungen von Wohneigentum oder wenn ein Wechsel in ein anderes Finanzierungsmodell in Betracht gezogen wird.
Die Amortisation einer Hypothek bezieht sich auf die allmähliche Tilgung des Darlehens über die Laufzeit hinweg. In der Schweiz sind zwei Formen der Amortisation üblich: die direkte und die indirekte Amortisation.
Unabhängig von der gewählten Methode sollten Sie Ihre Amortisationsplanung sorgfältig durchführen, um Ihren finanziellen Spielraum nicht unnötig einzuschränken.
Versicherungen spielen eine wichtige Rolle in der Hypothekenfinanzierung. Sie bieten oft niedrigere Hypothekarzinsen als Banken, insbesondere bei langen Laufzeiten. Allerdings sind sie bei den Kriterien wie der Tragbarkeit, der Belehnung und der Amortisation oft strenger.
Die Finanzierung auf Versicherungsseite basiert auf dem Anlagevermögen, das durch die Versicherungsprämien generiert wird. Ferner können Versicherungen die Prämien der Kunden langfristig und gewinnbringend investieren, indem sie diese in Form von Hypothekarkrediten an Kunden weitergeben. Eine weitere Rolle der Versicherung in der Hypothekenfinanzierung ist die Hypothekenversicherung. Sie soll die Versicherten oder Hinterbliebenen teilweise von der finanziellen Belastung entlasten und finanzielle Engpässe vermeiden.
Die erste und zweite Hypothek beziehen sich auf unterschiedliche Tranchen der Immobilienfinanzierung.
Im Falle einer Zwangsversteigerung wird die erste Hypothek immer zuerst bedient. Somit hat die erste Hypothek den «höchsten Rang».
Beim Prozess der Hypothekenberechnung spielen mehrere Schlüsselfaktoren eine Rolle:
Die genannten Faktoren werden in einen Hypothekenrechner eingegeben, der dann die Höhe der möglichen Hypothek berechnet. Dabei werden auch mögliche Zinsbelastungen berücksichtigt. Wie die Hypothekenzinsen berechnet werden können, erläutern wir Ihnen in diesem Beitrag.
Eine Hypothek ist das zentrale Instrument zur Immobilienfinanzierung in der Schweiz, folgt jedoch klaren Regeln und Voraussetzungen. Wer die Zusammenhänge zwischen Eigenkapital, Zinsen, Amortisation und Tragbarkeit versteht, kann fundierte Entscheidungen treffen und finanzielle Risiken minimieren.
Eine sorgfältige Planung, der Vergleich verschiedener Hypothekarmodelle und gegebenenfalls professionelle Beratung sind entscheidend, um langfristig sicher und tragbar Wohneigentum zu finanzieren.
Die Amortisation kann direkt oder indirekt erfolgen. Im ersten Fall werden die Schulden vierteljährlich verringert. Dadurch haben Sie nach und nach eine geringere Summe zurückzuzahlen.
Die indirekte Amortisation ist komplexer, da die Rückzahlungen in diesem Fall die Schulden nicht verändern. Hingegen wird die Rückzahlungsrate in ein Vorsorgedepot eingezahlt. Schliesslich werden die Mittel zur Deckung der aufgenommenen Hypothek freigegeben.
Die umgekehrte Hypothek dient in erster Linie als Sicherheit für einen Immobilienkredit. Sie kann aber auch für anderen Kredite verwendet werden. Diese Lösung kann zur Finanzierung von Arbeiten oder bei Liquiditätsbedarf in Betracht gezogen werden. Natürlich müssen Sie die erste Hypothek zurückgezahlt haben, um in den Genuss weitere Mittel zu kommen. Dieses verlängerbare Darlehen hat eine maximale Laufzeit. Danach müssen alle fälligen Beträge zurückgezahlt werden.
Löschung einer Hypothek bedeutet, dass die Immobilie nicht mehr als Sicherheit dient und der Eigentümer somit frei darüber verfügen kann. Es gibt zwei Möglichkeiten für die Löschung der Hypothek: