Wer eine Immobilie in der Schweiz finanzieren möchte, steht früher oder später vor derselben Frage: Wie lassen sich die Hypothekenzinsen richtig berechnen – und welche Faktoren beeinflussen sie?
Die Höhe der monatlichen Kosten hängt nicht nur vom Zinssatz ab, sondern auch von der Belehnung, der Hypothekenart und der Laufzeit. Mit einem Hypothekenrechner lassen sich diese Werte einfach ermitteln – vorausgesetzt, man versteht die Berechnungsgrundlage.
Die Höhe der Hypothekenzinsen hängt von Zinssatz, Laufzeit, Darlehensbetrag und Belehnung ab.
Es gibt drei Hauptarten von Hypotheken: Festhypothek, variable Hypothek und SARON-/Libor-Hypothek.
Bei Festhypotheken bleibt der Zinssatz über die Laufzeit stabil – die Berechnung ist einfach.
Bei variablen oder SARON-Hypotheken kann sich der Zinssatz verändern – die Berechnung muss regelmässig aktualisiert werden.
Ein Hypothekenrechner hilft, die monatlichen Kosten realistisch zu planen und Szenarien zu vergleichen.
Grundformel zur Berechnung der jährlichen Zinskosten:
Jahreszins = Kreditsumme × Zinssatz
Um die monatliche Belastung zu berechnen, teilt man den Jahreszins durch 12:
Monatszins = Kreditsumme × Zinssatz /12
Darlehenssumme: CHF 780'000.–
Zinssatz: 2,5 %
= CHF 780'000 × 0,025 = CHF 19'500.– pro Jahr
→ geteilt durch 12 = CHF 1'625.– pro Monat
Um die monatlich anfallenden Zinsen für ein Hypothekendarlehen berechnen zu können, müssen Sie wissen, dass es mehrere Arten von Hypotheken gibt. Sie unterscheiden sich im angewandten Zinssatz, der sich unmittelbar auf die Kreditkosten auswirkt. Es kommt auch stets auf die Höhe der Belehnung Ihrer Immobilie an.
Je mehr Eigenkapital Sie mitbringen, desto weniger Hypothek müssen Sie aufnehmen – das macht sich unmittelbar bei den Zinsen bemerkbar. Die Berechnungsgrundlagen für die einzelnen Arten von Hypotheken sind dabei unterschiedlich.
Bei dieser Art von Hypothek bleibt der vereinbarte Hypothekenzins während der gesamten Laufzeit des Immobilienkredits unverändert. Die Berechnung der monatlichen Kreditraten ist daher sehr einfach. Es genügt, den Betrag des Darlehens mit dem jährlichen Zinssatz zu multiplizieren.
Dann teilen Sie das Ergebnis durch zwölf, um zu ermitteln, welchen Betrag Sie jeden Monat zu zahlen haben. Dieses Ergebnis gilt für die gesamte Laufzeit des Immobilienkredits. Mit unserem Hypothekenrechner können Sie die Hypothekenzinsen ganz einfach berechnen.
Grundsätzlich kann der Zinssatz für ein variables Hypothekendarlehen steigen oder fallen. Das macht die Berechnung der Hypothekenzinsen komplizierter. In der Praxis ändert sich jedoch der Zinssatz für diese Art von Immobilienkrediten selten. Er ist derzeit seit mehreren Jahren stabil.
Ihre Berechnung der laufenden Kosten kann daher auf die klassische Art erfolgen. Bestimmt verfolgen Sie die Prognosen für die Entwicklung der Hypothekenzinsen in der Schweiz ganz genau, um über mögliche Schwankungen informiert zu sein. Dann können Sie eine Neuberechnung unter Berücksichtigung des geänderten Hypothekenzinssatzes machen. So können Sie ermitteln, wie hoch die Kosten für Ihre Immobilienfinanzierung sind.
Bei dieser Art von Hypothekendarlehen ist die Berechnung der laufenden Kosten komplizierter. Der Zinssatz kann sich rasch ändern, da er sich nach dem Devisenmarkt richtet. Devisenschwankungen können sich unmittelbar auf die Zinssätze der Banken auswirken.
Berechnung:
Effektiver Zinssatz = SARON + Bankmarge
Beispiel:
SARON 1,2 % + Marge 0,8 % = 2,0 % Gesamtzins.
Bei CHF 600'000 Hypothek = CHF 12'000 Jahreszins → CHF 1'000 pro Monat.
Mit unserem Hypothekenrechner können Sie bei jeder Änderung eine neue Berechnung durchführen. So werden Sie genau wissen, welche Raten für die nächsten Monate zu zahlen sind.
| Parameter | Beispielwert |
|---|---|
| Kaufpreis | CHF 1'000'000 |
| Eigenkapital | CHF 200'000 |
| Hypothek | CHF 800'000 |
| Zinssatz | 2,2 % |
| Laufzeit | 10 Jahre |
| Monatszins | CHF 1'467 |
| Gesamtzins über 10 Jahre | CHF 176'000 |
Was ist bei der Berechnung der Zinsen für einen Immobilienkredit zu beachten?
- Die Berechnung der Hypothekenzinsen ermöglicht es, die Kosten des Immobilienkredits zu ermitteln.
- Die monatliche Rate hängt davon ab, ob Sie eine Festhypothek, eine variable Hypothek oder eine Libor-Hypothek gewählt haben. Natürlich ist auch die Höhe des Eigenkapitals wichtig.
- Bei einer variablen oder einer Libor-Hypothek müssen Sie Ihre Berechnung regelmäßig durchführen, um die Höhe Ihrer aktuellen monatlichen Raten zu ermitteln.
- Ein Hypothekenrechner hilft Ihnen bei der oftmals komplexen Betrachtung und Berechnung der Zinsen für ein Hypothekendarlehen.
Um die US-Wirtschaft anzukurbeln, hat die Fed eine historische Zinssenkung vorgenommen. Die EZB führte denselben Rückgang durch und die SNB folgte mit einem Leitzins von – 0,75 %. Niemand weiss jedoch, wie lange diese Rate beibehalten wird. Die Entwicklung des Immobilienpreises könnte jederzeit wieder ansteigen.
Auch wenn die Hypothekenzinsen derzeit auf dem niedrigsten Stand sind, können sie sich jederzeit ändern. Ausserdem variieren sie je nach Kanton, zu finanzierendem Objekt und Institution. Vergleichen Sie Hypothekenzinsen, um die beste Rate für Ihr Profil zu finden und bei den Kosten für Ihre Hypothek zu sparen.
Um steigende Hypothekenzinsen zu vermeiden, können Sie die Rate zwölf Monate im Voraus festlegen. Hierfür müssen Sie eine zusätzliche Gebühr an Ihre Bank zahlen. Sie sind also geschützt, wenn die Prognosen nach oben gehen.
Die Berechnung der Kosten bzw. Zinsen für eine Hypothek in Höhe von CHF 300'000.- ist sehr einfach: Sie multiplizieren die Kreditsumme mit dem Zinssatz und teilen das Ergebnis durch 12, um die monatlichen, laufenden Kosten zu ermitteln. Je mehr Eigenkapital Sie mitbringen, desto geringer wird Ihre monatliche Belastung.