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Für Bauland in der Schweiz gibt es keinen einheitlichen Marktpreis. Der letzte nationale Richtwert lag 2021 bei rund CHF 1'310/m² – seither sind die Preise in den meisten Regionen um 20–40 % gestiegen. In Spitzenlagen wie Zürich oder Zug liegen die effektiven Transaktionspreise heute deutlich höher. Wer ein Grundstück kaufen, verkaufen oder bewerten möchte, kommt an einem klaren Verständnis der aktuellen Marktlage nicht vorbei.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Orientierung zu den kantonalen Durchschnittspreisen für Bauland pro Quadratmeter (Quelle: Wüest Partner, 2021). Da die Baulandpreise in der Schweiz seither in den meisten Regionen um 20–40 % gestiegen sind, dienen diese Werte als Referenzbasis. Für eine genaue Einschätzung empfehlen wir Ihnen eine individuelle Bewertung.
| Kanton | CHF/m² |
|---|---|
| Jura | 150 |
| Wallis | 540 |
| Solothurn | 550 |
| Glarus | 560 |
| Freiburg | 620 |
| Bern | 760 |
| Graubünden | 800 |
| St. Gallen | 930 |
| Aargau | 950 |
| Luzern | 1'160 |
| Nidwalden | 1'610 |
| Basel-Landschaft | 1'750 |
| Schwyz | 2'020 |
| Genf | 2'270 |
| Zürich | 2'270 |
| Basel-Stadt | 3'370 |
| Zug | 4'260 |
Innerhalb der Kantone variieren die Grundstückspreise nochmals stark. In der Stadt Zürich zahlten Sie 2021 je nach Quartier bis zu CHF 4'770/m², in der Region Pfannenstiel rund CHF 3'080/m² und in Winterthur ca. CHF 2'050/m². Im ländlichen Entlebuch lagen die Preise 2021 bei mindestens CHF 370/m².
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Wer über die Kantonsebene hinaus Transaktionspreise für eine bestimmte Gemeinde sucht, findet diese bei folgenden Quellen kostenlos:
Diese Quellen zeigen: Die Preisspanne innerhalb eines Kantons ist oft grösser als jene zwischen den Kantonen.
Drei strukturelle Faktoren treiben die Baulandpreise in der Schweiz seit Jahren nach oben.
Nur 7 % der Schweizer Landesfläche dürfen bebaut werden. Das revidierte Raumplanungsgesetz von 2013 hat die Ausweitung der Bauzonen weitgehend gestoppt: Zwischen 2012 und 2022 wuchsen sie landesweit um lediglich 2,5 %. Das Einfrieren der Bauzonengrössen hat die Zersiedelung gebremst und die Baulandpreise durch künstliche Verknappung angeheizt, wie Raiffeisen Economic Research in der Studie «Immobilien Schweiz – 1Q 2026» dokumentiert.
Das erklärt ein Phänomen, das Fachleute zunehmend beunruhigt: Eigentümer bebauen ihre Parzellen schlicht nicht. Die historische Rendite von gehortetem Bauland über 25 Jahre übertraf die Rendite eines fertiggestellten und vermieteten Mehrfamilienhauses – bei geringerem Risiko. Im Kanton Zürich wurden 2023 und 2024 jährlich nur rund 3 % der unbebauten Flächen überbaut. Bei diesem Tempo würde die vollständige Bebauung aller Bauzonen über 30 Jahre dauern.

Das Schweizer Mietrecht verstärkt diesen Anreiz: Da Mieterhöhungen im Bestand stark reglementiert sind, partizipieren Eigentümer eines vermieteten Objekts nur beschränkt an steigenden Mietniveaus. Unbebautes Bauland hingegen kapitalisiert jeden Mietzinsanstieg direkt im Bodenwert.
Hinzu kommt ein steuerlicher Aspekt: Mieteinnahmen sind als Einkommen sofort steuerpflichtig, während die Grundstückgewinnsteuer erst beim Verkauf anfällt. In vielen Kantonen sinkt diese Steuer mit zunehmender Haltedauer. Das begünstigt das Halten von Bauland gegenüber dem Vermieten zusätzlich.
Die anhaltende Nettozuwanderung – 2025 netto rund 75'000 Personen – und das historisch tiefe Zinsniveau haben die Nachfrage nach Wohnraum und damit nach Bauland weiter angeheizt. Für den Immobilienmarkt bedeutet das niedrige Zinsumfeld 2026 laut Raiffeisen weiterhin ein günstiges Finanzierungsumfeld – und damit anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Bodenpreise.
Die Baulandpreise in der Schweiz sind seit Ende der 1990er-Jahre in den meisten Regionen stark gestiegen. In der Stadt Zürich stiegen die effektiven Medianpreise für unbebautes Wohnbauland von CHF 350/m² (1974, 61 Transaktionen) auf CHF 6'500/m² (2024, 14 Transaktionen) – eine Vervielfachung um den Faktor 18. Der 2024-Wert basiert auf einer tiefen Fallzahl und ist deshalb als Richtwert zu verstehen.
Auch ausserhalb des Kantons Zürich zeigt sich der Aufwärtstrend deutlich. Im Kanton Basel-Landschaft lag der kantonale Durchschnittspreis für Bauland im Zeitraum 2022/2024 bei CHF 1'060/m², wobei die Spanne zwischen den Bezirken erheblich ist: von CHF 1'960/m² im gut erschlossenen Bezirk Arlesheim bis CHF 399/m² im strukturschwächeren Bezirk Waldenburg. Der Aufwärtstrend bei den Baulandpreisen ist damit kein reines Zürich-Phänomen. Ausserdem können die Unterschiede innerhalb eines Kantons grösser sein als jene zwischen den Kantonen.
Bemerkenswert: Unbebautes Bauland ist im Schnitt günstiger als bebautes. Im Kanton Zürich lagen die Quadratmeterpreise freier Parzellen 2025 rund 50 % unter jenen bebauter Grundstücke. Das liegt weniger am Zustand als an der schlechteren Lagequalität vieler freier Parzellen, da sie sich häufig an Zonenrändern befinden oder eine schlechte ÖV-Erschliessung haben.
Wer die Preisentwicklung nachvollziehen möchte, sollte die wichtigsten Datenquellen kennen:
Wer diese Quellen kombiniert, erhält auch ohne kostenpflichtige Abonnements ein belastbares Bild der aktuellen Baulandpreise in der Schweiz.
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Der Preis pro Quadratmeter allein ist kein verlässlicher Massstab. Je nach geplantem Bauvorhaben kommen unterschiedliche Bewertungsmethoden zum Einsatz:
Unabhängig von der Methode bestimmen folgende Faktoren den tatsächlichen Grundstückswert:
Neben dem Grundstückspreis fallen beim Kauf von Bauland in der Schweiz weitere Kosten an, die das Budget belasten:
Insbesondere die Erschliessungskosten werden von Kaufinteressenten oft unterschätzt. In ländlichen Lagen können diese je nach Erschliessungsaufwand schnell CHF 50'000 oder mehr ausmachen und den scheinbar günstigen Grundstückspreis relativieren.
Die Baulandpreise in der Schweiz werden kurz- und mittelfristig nicht sinken. Ein knappes Angebot, die strukturelle Baulandhortung und die anhaltende Nachfrage halten die Bodenpreise auf historisch hohem Niveau. Wer kaufen möchte, profitiert von einer sorgfältigen Standort- und Zonenanalyse sowie dem Blick auf weniger bekannte, aber gut erschlossene Randlagen. Wer verkaufen möchte, agiert weiterhin in einem Verkäufermarkt – vorausgesetzt, der Preis ist marktgerecht angesetzt.
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Im Schweizer Durchschnitt rund CHF 1'310/m² (Wüest Partner, 2021). Günstige Regionen beginnen bei ca. CHF 150/m² im Kanton Jura, während Parzellen in städtischen Zentren wie Zürich oder Zug CHF 4'000 bis über CHF 10'000/m² kosten können. Aufgrund der starken Preissteigerungen der letzten Jahre liegen aktuelle Marktpreise in den meisten Regionen 20–40 % über diesen Referenzwerten.
Die höchsten Baulandpreise verzeichnen der Kanton Zug mit rund CHF 4'260/m² sowie die Stadt Zürich mit bis zu CHF 4'770/m². Noch höher sind die Preise an Spitzenlagen: In Küsnacht lagen die effektiven Medianpreise 2022 bei CHF 5'737/m², in Rüschlikon bei CHF 6'738/m². In der Stadt Zürich wurden 2025 Medianpreise von über CHF 11'000/m² registriert. Aufgrund von nur sechs registrierten Transaktionen in der Handänderungsstatistik Kanton Zürich ist dieser Wert mit Vorsicht zu interpretieren.
Bauland in der Schweiz finden Sie auf gängigen Immobilienplattformen, über kantonale Grundbuchämter, regionale Makler oder direkt bei Gemeinden, die Baulandprojekte ausschreiben.
Die verlässlichsten kostenlosen Quellen sind das Statistische Amt Kanton Zürich (gemeindeweise Handänderungsstatistik bis 2025/Q4), das Amt für Daten und Statistik Basel-Landschaft (Durchschnitts- und Höchstpreise nach Gemeinden, Zeitraum 2022/2024), das Bundesamt für Statistik (nationale Bodenpreisstatistik) sowie die quartalsweise Publikation «Immobilien Schweiz» von Raiffeisen Economic Research.
Das hängt von vier Faktoren ab: dem Zonenplan und der Ausnützungsziffer, der Erschliessung (Wasser, Abwasser, Strom), der Lage und ÖV-Anbindung sowie allfälligen Altlasten im kantonalen Kataster. Als erste Orientierung dienen die Preise in der obigen Tabelle. Für eine belastbare Einschätzung empfiehlt sich ein zertifizierter Immobilienschätzer.