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Haus lässt sich nicht verkaufen: Was kann ich tun?

Oliver S.
04.05.2026
6 min
Inhaltsverzeichnis

Wenn sich ein Haus nicht verkaufen lässt, liegt es meist an einem falschen Preis, einer schwachen Vermarktung, einem schlechten Erscheinungsbild oder einem ungünstigen Standort. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich der Verkauf durch bestimmte Massnahmen beschleunigen.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie das Problem bei Ihrer Immobilie diagnostizieren und welche Schritte Sie unternehmen können.

Das Wichtigste im Überblick
  • Ein falscher Preis ist der häufigste Grund, warum sich ein Haus nicht verkauft.
  • Eine unzureichende Vermarktung sorgt für eine geringe Nachfrage.
  • Eine schwache Präsentation ohne Home Staging oder mit sichtbaren Mängeln schreckt Käufer ab.
  • Eine zu individuelle Einrichtung erschwert es Interessenten, sich das Objekt als eigenes Zuhause vorzustellen.
  • Ein Renovationsbedarf, der nicht im Preis berücksichtigt ist, verhindert Angebote.
  • Eine unattraktive Umgebung kann den Verkauf bremsen, erfordert aber oft nur eine neue Zielgruppe.
  • Lösungen liegen meist im Preis, in der Präsentation, der Reichweite oder der Positionierung der Immobilie.
  • Eine professionelle Unterstützung erhöht die Sichtbarkeit, Nachfrage und Abschlusschancen deutlich.

Checkliste zur Schnell-Diagnose: Warum stockt Ihr Hausverkauf?

Gehen Sie diese Checkliste durch, bevor Sie handeln:

Preis

  • Haben Sie Ihren Preis mit aktuellen Vergleichsangeboten in Ihrer Region verglichen?
  • Wurde Ihre Immobilie professionell bewertet?
  • Ist der Renovationsbedarf im Preis berücksichtigt?

Vermarktung

  • Ist Ihre Immobilie auf den grössten Schweizer Immobilienportalen inseriert?
  • Sind die Fotos professionell, hell und aktuell?
  • Enthält das Inserat alle relevanten Informationen und Vorteile Ihrer Immobilie?

Präsentation

  • Ist die Immobilie aufgeräumt und neutral eingerichtet?
  • Sind sichtbare Mängel behoben oder im Preis berücksichtigt?

Lage

  • Kennen Sie die Käufergruppen, die trotz Umgebungsnachteilen Interesse haben könnten?

Je mehr Punkte Sie mit «Nein» beantwortet haben, desto klarer ist Ihr Handlungsbedarf.

Haus lässt sich nicht verkaufen – Titelbild

Mögliche Gründe, warum sich Ihr Haus nicht verkaufen lässt

1. Ihr Haus ist im Vergleich zu vergleichbaren Objekten zu teuer oder zu günstig

Ein häufiger Grund, warum sich ein Haus nicht verkaufen lässt, ist die Diskrepanz zwischen dem Angebotspreis und dem tatsächlichen Markt- bzw. Verkehrswert. Oft liegt der vom Eigentümer festgelegte Preis deutlich über dem, was potenzielle Käufer bereit oder in der Lage sind zu zahlen.

Umgekehrt kann auch ein zu tiefer Preis Misstrauen wecken. Potenzielle Käufer könnten nämlich annehmen, dass die Immobilie versteckte Mängel hat oder in einem schlechten Zustand ist. Ein marktgerechter Preis, der weder zu hoch noch zu tief angesetzt ist, ist deshalb wichtig.

Wie Sie den richtigen Preis für Ihr Haus festlegen

Orientieren Sie sich an folgenden Faktoren:

  • Aktuelle Angebotspreise vergleichbarer Immobilien in Ihrer Region oder Ihrem Kanton
  • Kürzlich erzielte Verkaufspreise ähnlicher Objekte
  • Das Budget potenzieller Käufer und die Anzahl der Interessenten auf dem Markt
  • Der Belehnungswert, den Banken für Ihre Immobilie ansetzen – er zeigt, wie viel ein Käufer finanzieren kann.

Eine professionelle Bewertung gibt Ihnen die sicherste Grundlage für einen marktgerechten Preis. Mit der kostenlosen Immobilienbewertung von RealAdvisor erhalten Sie einen ersten Richtwert.

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2. Ihr Haus ist schlecht hervorgehoben

Geringe und/oder schlechte Verbreitung des Verkaufsangebotes

Ihre zum Verkauf stehende Immobilie kann nur dann Besucher anlocken, wenn sie von einer grossen Anzahl potenzieller Käufer gesehen wird. Das Problem kann daher auf eine schlechte Vermarktung Ihrer Immobilie zurückzuführen sein, etwa, weil die Anzeige auf zu wenigen Portalen veröffentlicht wurde. Wählen Sie die richtigen Kanäle, damit Ihre Immobilie möglichst viele potenzielle Käufer erreicht. Dazu gehören Immobilienportale, Anzeigenseiten und regionale Medien in der Schweiz.

Keine hochwertigen Fotos bzw. Broschüren

Potenzielle Käufer werden Ihr Haus nicht besichtigen, wenn die gezeigten Fotos von schlechter Qualität sind. Ebenso werden Sie keine Besucher anziehen, wenn der Inhalt Ihrer Broschüre, Ihres Exposés oder Ihrer Annonce die Vorteile Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung nicht genügend zur Geltung bringt.

Ihr Haus sieht nicht gut aus

Sind die Fotos zwar technisch gut, zeigen aber Löcher in den Wänden, schmutzige oder schimmelige Zimmer, schlecht angeordnete Möbel oder vernachlässigte Räume, schreckt das potenzielle Käufer ab. Ein Fachmann fürs Home Staging kann in so einer Situation genau der Richtige für Sie sein.

Haus lässt sich nicht verkaufen – Home Staging

3. Ihr Haus ist zu individuell

Beim Besuch müssen sich Interessenten Ihr Haus als ihr zukünftiges Zuhause vorstellen können. Daher sollten Sie auf eine zu individuelle Dekoration sowie Sammlerstücke, die Ihre Leidenschaften und Interessen offenbaren, verzichten. Der Grund: Wirkt Ihre Immobilie zu personalisiert, können sich Ihre Besucher schlechter oder gar nicht vorstellen, wie ihre eigenen Möbel in dieser aussähen.

4. Arbeiten bzw. Renovierungen sind notwendig

Befindet sich Ihre Immobilie in einem schlechten baulichen Zustand, wirkt das auf potenzielle Käufer abschreckend. Ein beschädigtes Dach, abgenutzte Böden, unansehnliche Wände, eine schlechte Isolierung sowie Teile und Installationen, die nicht den Schweizer Normen entsprechen, machen keinen guten Eindruck. Führen Sie entweder notwendige Reparaturen und Renovationen vor dem Verkauf durch oder senken Sie den Preis entsprechend, um den Wert Ihrer Immobilie an ihren Zustand anzupassen.

5. Die Umgebung ist unattraktiv

Die Umgebung Ihrer Immobilie ist ein Faktor, den Sie nicht beeinflussen können. Dennoch ist sie oft ein Grund, warum sich ein Haus nicht verkaufen lässt. Stellt ein potenzieller Käufer fest, dass die Umgebung zu laut ist (Autobahn, Zuggleise), kann er davon absehen, Ihnen ein Angebot zu unterbreiten. Auch unangenehme Gerüche von nahegelegenen Fabriken oder die Nähe zu einem Abfalldeponiegelände sind nicht von Vorteil.

Was tun, wenn sich ein Haus nicht verkaufen lässt?

Haben Sie anhand der obigen Checkliste den Hauptgrund identifiziert, können Sie handeln. Neben einer Preisanpassung und einer breiteren Vermarktung – den häufig wirksamsten Massnahmen – gibt es weitere konkrete Schritte:

A. Das Haus zur Geltung bringen

Berücksichtigen Sie folgende Aspekte, um Ihre Immobilie bestmöglich zu präsentieren:

  • Helle, aktuelle und qualitativ hochwertige Fotos
  • Eine Beschreibung und eine vor Ort ausgelegte Broschüre, in der die Stärken und möglichen Mängel der Immobilie hervorgehoben werden
  • Ein allgemein schönes Aussehen der Immobilie

B. Die Immobilie neutral einrichten

Entfernen Sie persönliche Gegenstände und halten Sie die Dekoration so neutral wie möglich, damit sich Ihre Interessenten einfacher vorstellen können, wie sie die Räume einrichten würden.

C. Erforderliche Arbeiten durchführen

Reparieren oder renovieren Sie, was nicht mehr in gutem Zustand ist. Dazu gehören Bodenbeläge, Wände und das Dach. Vergessen Sie auch energetische Massnahmen wie die Isolierung und Heizung nicht, und ziehen Sie Home Staging in Betracht.

D. Die Immobilie von der Wohnfunktion loslösen

In Ausnahmefällen kann es sinnvoll sein, die Zielgruppe gänzlich zu überdenken. Eine Immobilie in der Nähe einer Gewerbezone könnte für Investoren, Gewerbetreibende oder als Lagerstandort interessant sein. Dies setzt jedoch voraus, dass die Zonenordnung eine solche Nutzung zulässt – ein Punkt, den Sie vorab mit der Gemeinde oder einem Fachmann klären sollten. In den meisten Fällen empfiehlt es sich stattdessen, die Marketingstrategie und den Preis anzupassen.

Wann Sie einen Profi hinzuziehen sollten

In folgenden Situationen empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Immobilienfachmann:

  • Nach 4–8 Wochen ohne ernsthafte Anfragen trotz aktiver Vermarktung
  • Bei Unsicherheit über den richtigen Preis, da eine professionelle Bewertung Klarheit schafft
  • Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen rund um den Verkauf (z. B. Grundstückgewinnsteuer, Handänderungssteuer)
  • Wenn Home Staging oder professionelle Fotografie benötigt werden
  • Bei komplexen Objekten (Altbauten, Baurecht, Miteigentum)

Ein erfahrener Makler kennt den lokalen Markt, verfügt über ein Käufernetzwerk und kann den Verhandlungsprozess professionell begleiten.

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Fazit

Wenn sich Ihr Haus nicht verkaufen lässt, ist das selten ein unlösbares Problem. Ob es am Preis, an der Vermarktung, am Zustand oder an der Zielgruppe hakt: In den meisten Fällen lässt sich die Ursache identifizieren und beheben. Nutzen Sie die Checkliste in diesem Artikel als Ausgangspunkt. Wenn Sie nach mehreren Wochen ohne ernsthafte Anfragen nicht weiterkommen, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Immobilienfachmann.

FAQ

Was gilt als schwer verkäufliche Immobilie?

Als schwer verkäuflich gelten Immobilien, die deutlich länger auf dem Markt bleiben als vergleichbare Objekte. Oft sind dafür eine ungünstige Lage, ein hoher Renovationsbedarf, ein ungewöhnlicher Grundriss oder rechtliche Besonderheiten wie Baurechtsverträge oder Miteigentum verantwortlich. Schwer verkäuflich bedeutet jedoch nicht unverkäuflich: Eine Preisanpassung oder gezieltere Vermarktung führen in den meisten Fällen zum Erfolg.

Wie lange hat ein Makler in der Schweiz Zeit, um ein Haus zu verkaufen?

Wie lange ein Makler benötigt, um ein Haus zu verkaufen, hängt von Faktoren wie der Marktlage und der Qualität des Maklers ab. In der Regel wird im Maklervertrag eine Laufzeit festgelegt, die durchschnittlich sechs Monate beträgt. In manchen Fällen kann der Verkauf jedoch auch bis zu zwei Jahre dauern. Es besteht auch die Möglichkeit eines Vertrags ohne definierte Laufzeit.
Beachten Sie, dass Maklerverträge in der Regel eine Kündigungsfrist enthalten, die je nach Vereinbarung ein bis drei Monate beträgt. Prüfen Sie die genauen Konditionen in Ihrem Vertrag.

Oliver S.
Oliver S. schreibt seit 15 Jahren über den Immobilienmarkt. Er ist auf Immobilien spezialisiert und betreibt seit 2012 einen professionellen Blog mit bislang über 1'000 Artikeln und etwa 1 Million Seitenaufrufen pro Jahr. Darüber hinaus hat er in den letzten Jahren 5 Bücher über Management und Führung veröffentlicht.
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