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Warum einen Hypothekenmakler beauftragen, um eine Hypothek zu bekommen?

Oliver S.
22.01.2025
5 min
Inhaltsverzeichnis

Eine Hypothek ist fast immer der grösste finanzielle Entscheid im Leben. Ein Hypothekenmakler hilft Ihnen dabei, den Überblick zu behalten, bessere Konditionen zu verhandeln und Ihre Chancen auf eine Zusage deutlich zu erhöhen – ohne zusätzliche Kosten für Sie.

Das Wichtigste im Überblick
  • Ein Hypothekenmakler vermittelt zwischen Ihnen und mehreren Banken oder Finanzinstituten.

  • Er analysiert Ihr finanzielles Profil und reicht Ihre Anfrage gezielt bei passenden Kreditgebern ein.

  • Durch professionelle Aufbereitung der Unterlagen steigen Ihre Chancen auf eine Zusage.

  • Makler vergleichen Zinsen und Konditionen und verhandeln aktiv bessere Bedingungen.

  • Für Kreditnehmer entstehen in der Regel keine direkten Kosten, da der Makler von der Bank vergütet wird.

  • Besonders bei komplexen Situationen (Eigenkapital, BVG, Selbstständigkeit) ist ein Makler ein klarer Vorteil.

Zur Finanzierung eines Immobilienkaufs ist eine Hypothek sicherlich die einfachste Lösung. Jedoch ist es nicht immer einfach, ein Finanzinstitut davon zu überzeugen, dass Sie für den Erhalt einer Hypothek auch qualifiziert sind. Sie müssen konkrete Argumente vorbringen, um zu einer Einigung zu gelangen – ein Hypothekenmakler verfügt über das nötige Wissen, um für Sie zu verhandeln. Wie er das macht und von wem er letztlich bezahlt wird, erfahren Sie hier.

Was ist ein Hypothekenmakler?

Ein Hypothekenmakler ist ein lizenzierter Fachmann, der eine wichtige Rolle in der Immobilienfinanzierung spielt. Er fungiert als Vermittler zwischen Kreditnehmern und Kreditgebern und hilft dabei, das passende Hypothekendarlehen mit den besten Konditionen zu finden. Sie stehen in Verbindung mit verschiedenen Finanzinstituten, sammeln deren Angebote und analysieren diese. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die günstigsten Immobiliendarlehen für ihre Kunden zu finden.

Sie beraten unabhängig und können daher die Hypothek finden, die am besten zum Profil jedes Antragstellers passt. Dabei beachten sie die individuellen finanziellen Bedürfnisse des Kunden und verhandeln die besten Hypothekenzinsen und Bedingungen aus. Sie handeln dabei nicht als Darlehensgeber, sondern stellen den Kontakt zwischen Darlehensnehmern und Darlehensgebern her.

Warum sollten Sie einen Hypothekenmakler beauftragen?

Die Beauftragung eines Hypothekenmaklers spart Ihnen vor allem Zeit. Beantragen Sie einen Hypothekenmakler, müssen Sie nicht mehr bei mehreren Banken selbst anfragen, um eine Hypothek zu erhalten. Im Gegenteil, der Finanzierungsexperte analysiert Ihre Bedürfnisse und Ihr Profil und tritt dann nur an jene Banken heran, die einem Immobilienkauf zustimmen könnten.

1. Der Hypothekenmakler erstellt für Sie eine Antragsmappe, mit der Sie Ihre Chancen maximieren können

Um die Banken zu überzeugen, ist es wichtig, ein vollständiges Portfolio vorzulegen. Wenn Sie sich damit an einen Hypothekenmakler wenden, haben Sie einen Sachverständigen an Ihrer Seite, der Ihre Dokumente überprüft. Ihre Anfrage hat dadurch bessere Chancen auf eine Bewilligung, als wenn Sie als Laie ohne oder mit einer weniger professionellen Antragsmappe bei einer Bank vor­stel­lig wür­den. Somit kommt Ihnen nicht nur eine unerhebliche Zeitersparnis, sondern auch Expertise zugute.

Suchen Sie selbst nach einer Finanzierung, dann riskieren Sie, bei Ihrer Suche viel Zeit zu verlieren. Denn da Sie kein Experte auf diesem Gebiet sind, können Sie Fehler machen, die Ihnen schaden könnten. Ist Ihre Akte bzw. Mappe beispielsweise unvollständig, kann sie von der Bank, die Ihr Hypothekenansuchen prüft, abgelehnt werden. Die Frage, welche Finanzinstitute sie für eine Hypothek aufsuchen sollten, beantworten wir in diesem Beitrag.

2. Eine Hypothek zu den besten Konditionen aushandeln

Da die Anforderungen der verschiedenen Bankinstitute sehr variieren, ist ein Vergleich unerlässlich. Die Rolle des Maklers besteht darin, alle Angebote für Sie zu sammeln und herauszufinden, welches davon für Ihr Vorhaben am besten geeignet ist. Ihr Hypothekenmakler weiss genau, wie Hypothekenzinsen verglichen werden. Er findet die günstigsten Zinssätze und hilft Ihnen so, viel Geld zu sparen.

3. Unterstützung bei Ihrem Antrag

Ebenso wichtig ist, dass der Hypothekenmakler für Sie da ist, um alle Ihre Fragen zu beantworten. So erhalten Sie alle Informationen, die zu Ihrer Hypothek und deren Eigenschaften nützlich sind. Eigenkapitalanteil, BVG – Ihr Experte wird genau wissen, wie Sie Ihre Immobilienfinanzierung erhalten können.

Vorteile eines Hypothekenmaklers und Risiken einer selbst organisierten Hypothek

AspektHypothek mit HypothekenmaklerHypothek selbst organisieren
MarktüberblickZugriff auf viele Banken und Angebote gleichzeitigMeist nur wenige bekannte Banken werden angefragt
ZeitaufwandGering – der Makler übernimmt Analyse, Anfragen und VergleichHoch – mehrere Bankgespräche, Offerten und Nachfassungen
Qualität des DossiersProfessionell aufbereitete AntragsmappeRisiko von unvollständigen oder schwachen Unterlagen
ZinskonditionenBessere Verhandlungsposition dank MarktkenntnisOft Standardkonditionen ohne Verhandlungsspielraum
BewilligungschancenHöher, da gezielte Anfragen bei passenden InstitutenErhöhtes Ablehnungsrisiko bei falscher Bankwahl
BeratungIndividuell, unabhängig und auf das Profil abgestimmtAbhängig von der jeweiligen Bank und deren Produkten
Komplexe FälleKlare Vorteile bei BVG-Einsatz, Selbstständigkeit, MischfinanzierungenSchwieriger umzusetzen ohne Fachwissen
Kosten für KreditnehmerIn der Regel keine direkten KostenKeine Maklerkosten, aber potenziell höhere Zinsen
FehlentscheidungenRisiko wird durch Erfahrung des Maklers reduziertHöheres Risiko für teure Fehlentscheide
VerhandlungsstärkeProfessionell und strategischEmotional oder unerfahren

Wann ist ein Hypothekenmakler besonders sinnvoll?

Ein Hypothekenmakler ist nicht nur für Ersterwerber interessant, sondern vor allem in Situationen, in denen die Finanzierung komplexer wird oder Spielraum für Verhandlungen besteht.

Ein Makler lohnt sich besonders, wenn:

  • Ihre finanzielle Situation nicht „standardisiert“ ist, z. B. bei Selbstständigkeit, variablem Einkommen oder mehreren Einkommensquellen.
  • Eigenkapital aus verschiedenen Quellen stammt, etwa aus Ersparnissen, Vorsorgegeldern (BVG / Säule 3a) oder Schenkungen.
  • Sie wenig Zeit oder Erfahrung haben, um selbst mehrere Banken zu vergleichen und Verhandlungen zu führen.
  • Ihre Tragbarkeit knapp ist und es auf Details in der Strukturierung der Hypothek ankommt.
  • Sie eine Anschlussfinanzierung oder Refinanzierung planen und bessere Konditionen aushandeln möchten.

Gerade in diesen Fällen entscheidet nicht nur der Zinssatz, sondern die richtige Präsentation Ihres Dossiers und die Erfahrung im Umgang mit Banken.

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Wer bezahlt den Hypothekenmakler in der Schweiz?

Der Finanzexperte wird direkt von den Bankinstituten vergütet, wobei seine Provision oft von der Höhe der Hypothek abhängt. Für Sie als Kreditnehmer entstehen also keine Kosten, wodurch ein Hypothekenmakler also dreifach wertvoll für Sie sein kann:

  1. Erstens spart er Ihnen viel Zeit, da er die Suche nach den passenden Instituten für Sie übernimmt.
  2. Zweitens spart er Ihnen Geld, da er den Markt analysiert und die attraktivsten Angebote für Sie heraussucht.
  3. Drittens kostet er Sie nichts.

In folgenden Punkten sind Sie durch einen Hypothekenmakler im Vorteil

  • Zusammenstellung einer aussagekräftigen Antragsmappe für die Banken
  • Vergleich der verschiedenen Angebote der Bankinstitute
  • Verhandlung der besten Hypothekenzinsen
  • Abschluss der Hypothek bei dem ausgewählten Kreditgeber

Fazit

Ein Hypothekenmakler ist weit mehr als ein reiner Vermittler. Er ist Berater, Verhandler und Stratege zugleich. Durch Marktkenntnis, Erfahrung und Zugang zu mehreren Kreditgebern kann er Ihre Finanzierung optimieren und Risiken minimieren.

Da für Sie als Kreditnehmer in der Regel keine direkten Kosten entstehen, überwiegen die Vorteile klar. Wer Zeit sparen, bessere Konditionen erzielen und seine Chancen auf eine Zusage erhöhen möchte, ist mit einem Hypothekenmakler in den meisten Fällen gut beraten.

FAQ

Ist eine Hypothek günstiger als ein Kredit?

Ob eine Hypothek günstiger ist als ein Kredit, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beispielsweise spielen die Höhe des Darlehens, die Laufzeit und Ihre persönlichen finanziellen Verhältnisse eine Rolle.

  • Hypotheken sind in der Regel bei grösseren Beträgen und längerer Laufzeit günstiger, da die Zinssätze niedriger sind.
  • Bei kleineren Beträgen und kürzeren Laufzeiten kann ein Kredit jedoch kostengünstiger sein.

Wir empfehlen Ihnen daher, beide Optionen in Betracht zu ziehen und miteinander zu vergleichen.

Was muss man über Hypotheken wissen?

Beim Abschluss einer Hypothek sollten Sie vor allem zwei Aspekte im Auge behalten: die Tragbarkeit und die Amortisation.

  • Die Tragbarkeitsregel besagt, dass Ihre Hypothek und die Nebenkosten nicht mehr als ein Drittel Ihres Einkommens ausmachen sollten. Dies dient dazu, sicherzustellen, dass Sie sich die Hypothek auch leisten können, wenn die Zinsen steigen.
  • Hinsichtlich der Amortisation sollten Sie wissen, dass es zwei Arten der Amortisation gibt: die direkte und die indirekte. Bei der direkten Amortisation zahlen Sie das Darlehen direkt an die Bank zurück. Bei der indirekten hingegen zahlen Sie in eine Lebensversicherung oder eine Pensionskasse ein.

Zudem gibt es verschiedene Hypothekenmodelle, wie die Festhypothek, die variable Hypothek und die SARON-Hypothek. Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile, und die Auswahl hängt von Ihrer finanziellen Situation und Ihren Zukunftsplänen ab. Was Sie über die drei Hypotheken-Arten im Detail wissen sollten, haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengetragen.

Wer vergibt Hypotheken?

Hypotheken werden in der Regel von Finanzinstituten wie Banken, Versicherern und Pensionskassen vergeben. Allerdings konkurrieren in der Schweiz immer mehr alternative Finanzinstitute mit den traditionellen Banken um die Vergabe von Hypotheken. Es ist daher von Vorteil, verschiedene Angebote zu prüfen. Einige Unternehmen oder Personen sind auf die Vermittlung von Hypotheken spezialisiert und treten als Hypothekenmakler auf. Diese Makler vermitteln Hypothekendarlehen eines dritten Darlehensgebers zur Finanzierung einer Immobilie an den Darlehensnehmer.

Warum gelingt es einem Hypothekenmakler, bessere Zinssätze zu verhandeln?

Ein Hypothekenmakler steht mit vielen Kreditgebern in Verbindung. Er pflegt Geschäftsbeziehungen zu anderen Instituten als die bekannten Banken. Da er mehr Kunden vermittelt, hat er einen grösseren Verhandlungsspielraum.

Arbeitet ein Makler für eine bestimmte Bank?

Der Hypothekenmakler ist ein selbstständiger Makler. Er kann daher seine Partner frei wählen. Seine Ratschläge sind aus diesem Grund vollkommen objektiv. Sie können daher darauf vertrauen, dass Sie mit seiner Unterstützung die beste Möglichkeit zur Finanzierung Ihres Immobilienprojekts auswählen.

Oliver S.
Oliver S. schreibt seit 15 Jahren über den Immobilienmarkt. Er ist auf Immobilien spezialisiert und betreibt seit 2012 einen professionellen Blog mit bislang über 1'000 Artikeln und etwa 1 Million Seitenaufrufen pro Jahr. Darüber hinaus hat er in den letzten Jahren 5 Bücher über Management und Führung veröffentlicht.
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