Einen Bauernhof in der Schweiz kaufen dürfen nur Personen, die den Betrieb selbst bewirtschaften, die nötige landwirtschaftliche Qualifikation mitbringen und keinen überhöhten Preis zahlen. Der Kauf unterliegt dem Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) und erfordert in der Regel eine kantonale Erwerbsbewilligung.
Wer diese Voraussetzungen erfüllt, erwirbt mehr als eine Immobilie – er übernimmt ein Stück geschütztes Kulturland mit besonderen Rechten und Pflichten.
Das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) reglementiert den Erwerb. Kernziel ist es, bäuerliches Grundeigentum zu fördern, Selbstbewirtschaftung zu sichern und überhöhte Preise zu verhindern.
Sie benötigen eine Erwerbsbewilligung. Diese wird erteilt, wenn kumulativ Folgendes gegeben ist:
Familieninterne Erwerbe kennen teils Ausnahmen. Zuständig sind die kantonalen BGBB-Stellen.

Selbstbewirtschaftung bedeutet, dass Sie den Boden persönlich bearbeiten und – beim Kauf eines ganzen Betriebs – diesen auch persönlich leiten. Sie delegieren die Arbeit nicht vollständig an Dritte. Gerichte verlangen in der Regel, dass Sie auf dem Betrieb oder in der Nähe wohnen.
Das zu erwerbende Grundstück muss betriebsnah liegen. Kantonal werden als Richtschnur häufig 7–10 km Fahrdistanz zwischen Betriebszentrum und Parzelle angewendet.
Der Kaufpreis wird geprüft. Überhöhte Preise (deutlich über dem landwirtschaftlichen Ertragswert-Kontext) sind unzulässig. Ohne Preisgenehmigung gibt es keine Bewilligung.
Der Ertragswert ist der landwirtschaftliche Wert einer Liegenschaft, berechnet auf Basis der erzielbaren Erträge (nicht des Marktwerts). Er dient als Obergrenze für den zulässigen Kaufpreis und als Basis für die Belastungsgrenze bei der Hypothek. Dadurch liegen Hypotheken für Bauernhöfe oft deutlich unter jenen für Wohnliegenschaften. Zudem ist der Eigenkapitalbedarf höher.
Für landwirtschaftliche Grundstücke gilt die Belastungsgrenze gemäss BGBB (Ertragswert-Systematik). Daraus folgt: Hypotheken fallen oft tiefer aus als bei Wohnliegenschaften, wodurch mehr Eigenmittel nötig sind.
Das BGBB setzt Grenzen bei der Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen. Ziel ist es, die Zersplitterung von Betrieben zu verhindern. Ausserdem soll die Bildung übermässig grosser Strukturen begrenzt werden.
In der Praxis bedeutet das: Der Erwerb zusätzlicher Parzellen ist nur zulässig, wenn diese betrieblich sinnvoll integriert werden können und die Gesamtgrösse des Betriebs im ortsüblichen Rahmen bleibt.
Das BGBB enthält besondere Regeln für die Hofübergabe innerhalb der Familie. Ein landwirtschaftlich tätiger Erbe kann den Betrieb zum Ertragswert übernehmen – also deutlich unter dem Verkehrswert. Das soll verhindern, dass Betriebe durch Erbteilungen unter mehrere Erben zersplittern und damit unrentabel werden.
Für Käufer, die einen Hof aus einer Erbsituation erwerben möchten, ist diese Regelung wichtig, da sie die Preisgestaltung und die Verfügbarkeit des Objekts direkt beeinflussen kann.
Juristische Personen können landwirtschaftliche Liegenschaften nur unter strengen Voraussetzungen erwerben. Klären Sie dies frühzeitig mit der zuständigen Stelle ab.
Wenn Sie als Person im Ausland gelten, sind zusätzlich die Regeln des BewG («Lex Koller») zu prüfen. Die Bewilligungspflicht wird kantonal beurteilt. Ausnahmen sind möglich, aber einzelfallabhängig.
Das BGBB ist Bundesrecht, wird aber kantonal vollzogen. Die zuständigen Stellen sind in der Regel die kantonalen Landwirtschaftsämter. Diese wenden die Vorschriften unterschiedlich an. Was in einem Kanton problemlos genehmigt wird, kann in einem anderen zu Rückfragen führen. Klären Sie deshalb mit der zuständigen kantonalen Stelle ab, welche Anforderungen für Ihr Objekt gelten.
Praxis-Tipp: Kontaktieren Sie früh die kantonale BGBB-Fachstelle (Landwirtschaftsamt) und lassen Sie die Selbstbewirtschaftung, den Bewirtschaftungsbereich, den Kaufpreis und die Finanzierung vorab prüfen. Das spart Zeit und verhindert Fehlinvestitionen.

Wer einen Bauernhof kauft, muss nicht nur den Kaufpreis einplanen. Die finanzielle Realität landwirtschaftlicher Liegenschaften unterscheidet sich deutlich von jener der Wohnimmobilien.
Für landwirtschaftliche Grundstücke gilt die Belastungsgrenze gemäss BGBB: Die maximale Hypothek richtet sich nach dem Ertragswert, nicht nach dem Marktwert. In der Praxis bedeutet das: Der Eigenkapitalbedarf ist deutlich höher als bei Wohnliegenschaften. Planen Sie entsprechende Reserven ein und klären Sie die Finanzierung frühzeitig mit Ihrer Bank.
Berücksichtigen Sie neben dem Kaufpreis auch:
Der Bund unterstützt landwirtschaftliche Betriebe über verschiedene Programme – insbesondere für die nachhaltige Bewirtschaftung, Biodiversität und erneuerbare Energien. Informieren Sie sich frühzeitig, welche Beiträge für Ihren geplanten Betrieb infrage kommen:
Tipp: Lassen Sie sich von einem auf Landwirtschaft spezialisierten Treuhänder oder Finanzberater begleiten. Die Kombination aus BGBB-Belastungsgrenze, Eigenmietwert und Direktzahlungen ist komplex und hat direkten Einfluss auf Ihre Steuer- und Liquiditätsplanung.

Ein Bauernhof ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, der Lebensmittel produziert, Tiere hält oder beides. Er kann auch für den Anbau von Nutzpflanzen wie Gemüse, Obst oder Getreide genutzt werden. Bauernhöfe sind oft familiär geführt und decken den gesamten Produktionszyklus ab – von der Aussaat bis zur Ernte.
Ein typischer Bauernhof besteht aus einer Kombination von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, die zusammen die landwirtschaftliche Produktion unterstützen.
Das Herzstück vieler Bauernhöfe ist das Wohnhaus, in dem die Familie des Landwirts lebt. Es kann von einfachen Wohnverhältnissen bis zu grosszügigen Bauernhäusern reichen, die über Generationen hinweg erweitert und modernisiert wurden.
Wer Viehzucht betreibt, benötigt Stallungen. Sie bieten Schutz und Unterbringung für Tiere wie Kühe, Pferde, Schweine und Schafe. Moderne Stallungen ermöglichen eine effiziente Tierpflege und -überwachung.
Die Scheune dient zur Lagerung von Heu, Getreide und landwirtschaftlichen Geräten – manchmal auch als Unterstand für Tiere. Scheunen sind oft das grösste Gebäude auf einem Bauernhof und wichtig für die Logistik des Betriebs.
Zu einem Bauernhof können auch weitere Gebäude wie Werkstätten, Maschinenhallen und Lager für Düngemittel oder Pflanzenschutzmittel gehören. Diese unterstützen die täglichen Arbeitsabläufe und die Wartung der Ausrüstung.
Kleiner Ratgeber: Umbaumöglichkeiten für eine Scheune
Eine Scheune bietet durch ihren grossen, offenen Raum vielfältige Umbaumöglichkeiten. Hier sind einige Ideen, wie Sie eine Scheune kreativ nutzen können:
- Eventlocation: Mit ihrem rustikalen Charme sind Scheunen ideal für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Konzerte oder Kunstausstellungen. Die hohe Decke und die grosszügige Fläche bieten Platz für viele Gäste und Dekorationen.
- Wohnraum: Wer eine Scheune in ein Loft oder mehrere Wohnungen umbaut, schafft ungewöhnlichen Wohnraum mit ländlichem Charakter. Grosse Fenster und sichtbare Holzbalken verstärken diesen Eindruck.
- Gewerberaum: Eine Scheune eignet sich auch für kleine Unternehmen, etwa eine Brauerei, eine Käserei oder eine Manufaktur.

Einen Bauernhof zu kaufen, bietet mehrere praktische Vorteile:
Landwirtschaftliche Immobilien gelten als eine wertstabile Anlageklasse. Durch die BGBB-Preisregulierung und Belastungsgrenzen sind klassische Renditeziele jedoch begrenzt. Ein Umzonungspotenzial (z. B. Bauerwartungsland) besteht in Einzelfällen, ist aber durch das Raumplanungsgesetz (RPG) stark eingeschränkt und sollte daher nicht als Kaufargument einkalkuliert werden.
Mit einem Bauernhof diversifizieren Sie Ihre Einnahmen – zum Beispiel durch:
Sie kontrollieren Ihre Lebensmittelproduktion und können erneuerbare Energien (Solar, Biomasse) nutzen. Dies senkt die Lebenshaltungskosten und den ökologischen Fussabdruck.
Grosszügige Grundstücke bieten Platz für Ihre Familie, Hobbys oder Geschäftsideen und sind oft günstiger als äquivalenter Wohnraum in Städten.
Diese Kombinationen machen einen Bauernhof sowohl als Lebensmodell als auch als Kapitalanlage interessant.
Wer einen Bauernhof kauft, bindet sich langfristig. Neben dem Gebäudezustand und dem Renovierungsbedarf gibt es weitere Punkte, die Sie vor dem Kauf klären sollten:
Bevor Sie einen Bauernhof kaufen, sollten Sie den Zustand der Immobilie prüfen. Dazu gehören die Bausubstanz, das Dach, Fundamente sowie Wasserleitungen und elektrische Systeme. Ein Baugutachter kann Ihnen dabei helfen, versteckte Mängel aufzudecken und Sie so vor unerwarteten Renovierungskosten schützen.
Tipp: Verwenden Sie eine Drohne für die Besichtigung. Bei grossen Liegenschaften lassen sich so Dachzustände von Scheunen und die Bodenbeschaffenheit entlegener Parzellen prüfen.
Möchten Sie eine landwirtschaftliche Liegenschaft kaufen, sollten Sie die Bodenqualität, vorhandene Wasserrechte und die Eignung des Landes und des Hofes für die geplanten landwirtschaftlichen Aktivitäten prüfen. Informieren Sie sich über lokale Vorschriften und das Zonenrecht, um zu wissen, ob Ihre geplante Nutzung zulässig ist.
Viele Bauernhöfe benötigen Renovierungen. Klären Sie vorab, welche Massnahmen nötig sind, und kalkulieren Sie die Kosten und den Zeitbedarf realistisch.

Überlegen Sie, wie gut der Bauernhof an Strassen, Märkte und allenfalls touristische Attraktionen angebunden ist. Eine gute Erreichbarkeit entscheidet über den Erfolg landwirtschaftlicher oder touristischer Projekte.
Prüfen Sie, welche umweltfreundlichen Praktiken auf dem Bauernhof bereits vorhanden sind oder eingeführt werden könnten. Die Möglichkeiten reichen von Solaranlagen bis zu Wasseraufbereitungssystemen.
Viele Käufer suchen nach günstigen Bauernhöfen – manchmal aus Budgetgründen, manchmal als Renditeprojekt. Hier erfahren Sie, wo Sie bessere Preise finden:
Alte Höfe mit Sanierungsbedarf sind deutlich günstiger. Die Investition in Renovierungen kann sich aber schnell amortisieren, wenn die Struktur solide ist.
Kantone wie Jura, Teile des Wallis oder Gebirgskantone bieten oft tiefere Preise als periurbane Zonen (Zürich, Baselland).
Private Verkäufe oder Erbsituationen bieten manchmal Verhandlungsspielraum. Maklerplattformen und lokale Anzeigen offenbaren solche Gelegenheiten.
Landparzellen ohne Wohnhaus sind oft billiger pro m², da sie keine Wohninfrastruktur bieten.
Wichtig: Ein niedriger Kaufpreis darf nicht über versteckte Kosten (Renovierungen, Erschliessung, rechtliche Hürden) hinwegtäuschen. Prüfen Sie gründlich, bevor Sie zusagen.
Je nach Ziel und Budget stehen Ihnen verschiedene Hoftypen zur Auswahl – von der Renovierung historischer Gebäude bis zum Fachbetrieb:
Viele Menschen träumen davon, ein altes Bauernhaus mit grossem Grundstück zu kaufen und es zu restaurieren. Das ermöglicht, historische Architektur zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäss zu wohnen. Renovierungsprojekte können zwar umfangreich und kostspielig sein, bieten dafür aber die Chance, den Wert der Immobilie deutlich zu steigern. Diese Option eignet sich für alle, die ein Projekt suchen, das sich sowohl emotional als auch finanziell lohnt.
Ein Landhaus oder Hof mit weitläufigem Grundstück bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten: von der Landwirtschaft über Freizeitaktivitäten bis hin zur Tierhaltung. Diese Art von Bauernhof passt gut zu Käufern, die Platz für ihre Familie oder Geschäftsideen suchen. Ein grosses Grundstück bietet zudem Privatsphäre und Raum zur persönlichen Entfaltung, was in dichter besiedelten Gebieten oft schwer zu finden ist.
Der Trend zur Nachhaltigkeit und gesunden Lebensweise hat die Nachfrage nach biologisch bewirtschafteten Bauernhöfen erhöht. Ein Bio-Bauernhof ermöglicht es, sich in einer wachsenden Nische zu positionieren und Produkte zu erzeugen, die sowohl lokal als auch auf breiteren Märkten sehr gefragt sind. Das erfordert Fachwissen und die Einhaltung strenger Vorschriften, eröffnet aber die Chance auf eine wirtschaftlich und ethisch überzeugende Tätigkeit.
Ein Hof mit Kleintierhaltung kann auch als Begegnungsort für Familien gestaltet werden – etwa als Streichelzoo oder Erlebnisbauernhof. Solche Konzepte sind bewilligungspflichtig und müssen mit der landwirtschaftlichen Zonenplanung kompatibel sein.
Ein Bauernhof mit angrenzendem Wald bietet Vorteile sowohl ökologischer als auch wirtschaftlicher Natur. Neben der Landwirtschaft lässt sich so auch Forstwirtschaft betreiben. Der Holzverkauf oder die Biomassenutzung schaffen damit eine zusätzliche Einnahmequelle.
Ein eigener Wald eröffnet zudem Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten wie Wandern oder Tierbeobachtungen. Für Naturliebhaber, die nachhaltig leben möchten, ist ein Bauernhof mit Wald besonders interessant.
Eine Scheune lässt sich auf viele Arten nutzen. Eine angebaute Scheune kann zu einem stilvoll gestalteten Wohnbereich, Ateliers, Veranstaltungsorten oder Lagerhallen umgebaut werden. Scheunen eignen sich auch als Lager, Werkstatt oder Hobbyraum. Die Nutzungsmöglichkeiten hängen von der Zonenplanung und allfälligen Baubewilligungen ab.

Besonders gefragt sind Scheunen bei allen, die ein raumintensives Geschäft aufbauen möchten – etwa ein Antiquitätengeschäft oder einen Veranstaltungsservice.
Ställe und kleinere Nebengebäude bieten gute Voraussetzungen für die Tierhaltung und -zucht – sei es für Pferde, Rinder oder kleinere Tiere wie Schafe und Ziegen. Mit einem Stallkauf können Sie entweder in die Landwirtschaft einsteigen oder Ihren bestehenden Betrieb erweitern. Zudem erlaubt Ihnen ein Stall, Tierpflege oder Reitstunden anzubieten und so zusätzliches Einkommen zu erzielen. Überprüfen Sie vor dem Stallkauf den baulichen Zustand, die Eignung für Ihre Tierhaltung und die Einhaltung von Tierschutzvorschriften.
Ein Haus mit angrenzendem oder integriertem Pferdestall ist eine beliebte Variante für Pferdebegeisterte und Reitbetriebe. Die Kombination bietet Wohnen und Pferdeverwaltung unter einem Dach. Beim Kauf sollten Sie auf Folgendes achten:
Solche Höfe sind besonders in Kantonen mit gut ausgebauter Reitinfrastruktur und stabilen Pferdemarktsegmenten gefragt.
Ackerland lässt sich sowohl als Erweiterung eines bestehenden Betriebs als auch als Einzelinvestition erwerben. Ackerland ermöglicht es, Anbauflächen zu vergrössern, verschiedene Kulturen anzubauen oder – wo zonenrechtlich zulässig – in erneuerbare Energien wie Photovoltaik zu investieren.
In Gebieten mit aktiver landwirtschaftlicher Erschliessung kann Ackerland langfristig an Wert gewinnen.
Wer in der Schweiz keinen Bauernhof kaufen möchte oder kann, hat eine Alternative: die Pacht. Eine klassische «Miete» landwirtschaftlicher Liegenschaften gibt es im Schweizer Recht nicht. Nutzungsüberlassungen landwirtschaftlicher Betriebe und Grundstücke fallen unter das Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht (LPG). Das gilt unabhängig davon, wie lange das Verhältnis dauert.

Das LPG schreibt für die erste Pacht Mindestpachtdauern von neun Jahren für landwirtschaftliche Gewerbe und sechs Jahren für einzelne Grundstücke vor (Art. 7 LPG). Kürzere Laufzeiten sind nur mit behördlicher Bewilligung möglich.
Pacht oder Kauf: Was passt zu Ihnen?
| Pacht | Kauf | |
|---|---|---|
| Kapitalbedarf | Gering | Hoch |
| Laufzeit | Erstpacht: mind. 9 Jahre (Gewerbe) / mind. 6 Jahre (Grundstücke); Verlängerung: je 6 Jahre | Unbefristet |
| Eigentum | Nein | Ja |
| Wertsteigerung | Nein (ausser Entschädigung für Investitionen) | Möglich |
| Planungssicherheit | Mittel | Hoch |
| Haftung/Instandhaltung | Geteilt (je nach Vertrag) | Vollständig |
| Einstiegshürde | Niedrig | Hoch (BGBB-Voraussetzungen) |
Welcher Kanton passt, hängt von Ihren Zielen, Ihrem Budget und der geplanten Nutzung ab. Hier ein Überblick über beliebte Regionen:
Die Region Zürich eignet sich auch für diversifizierte Nutzungskonzepte, z. B. Eventlocations oder Direktvermarktung. Angesichts der Marktnähe sind solche Projekte wirtschaftlich interessant, aber die Preise liegen deutlich über dem Schweizer Durchschnitt.
Baselland bietet eine malerische Landschaft und ist bekannt für seine ruhige und friedliche Umgebung mit vielen Dorfzentren. Wer dem Stadtleben entfliehen möchte, findet hier oft grosszügigere Grundstücke zu günstigeren Preisen.
Der Jura bietet ideale Bedingungen für die Landwirtschaft und ist besonders beliebt bei Käufern, die Viehzucht oder biologischen Anbau betreiben möchten. Die Abgeschiedenheit und natürliche Schönheit der Region sind grosse Pluspunkte, allerdings ist die Anbindung eingeschränkt.
Ein Hof in der Zentralschweiz – also in den Kantonen Luzern, Nidwalden, Obwalden, Uri und Schwyz – bietet nicht nur landwirtschaftliche Möglichkeiten, sondern auch touristisches Potenzial. Wer einen grösseren Stallteil zur Eventlocation ausbaut, erschliesst damit eine attraktive Zusatzeinnahmequelle.
Das Wallis bietet vielfältige landwirtschaftliche Möglichkeiten, von der Viehzucht bis zum Anbau bestimmter Kulturen, die vom milden Klima profitieren. Ein Hof im Wallis bietet oft spektakuläre Ausblicke und ist eine gute Wahl für Käufer, die sich auf Nischenlandwirtschaft konzentrieren möchten.
Bauernhöfe werden in der Schweiz auch durch Versteigerungen (Zwangsversteigerungen, Erbversteigerungen oder freiwillige Auktionen) angeboten.
Versteigerungen können Schnäppchen sein – vorausgesetzt, Sie bereiten sich sorgfältig vor.
Einen Bauernhof in der Schweiz zu kaufen, ist möglich, aber an klare Voraussetzungen geknüpft. Wer die BGBB-Anforderungen erfüllt, profitiert von einer wertstabilen Liegenschaft mit vielfältigem Nutzungspotenzial: von der aktiven Landwirtschaft über Direktvermarktung hin zu Spezialformen wie einem Bio-Betrieb oder einer Reitanlage.
Bereiten Sie sich sorgfältig vor: Klären Sie die Selbstbewirtschaftung, den Kaufpreis und die Finanzierung mit der kantonalen BGBB-Fachstelle. Ziehen Sie ausserdem Fachleute für Recht, Finanzen und Landwirtschaft bei, um Fehlinvestitionen zu verhindern und Zeit zu sparen.
Einen Bauernhof kaufen dürfen primär Selbstbewirtschafter mit der nötigen fachlichen Qualifikation. Nicht-Landwirte erhalten eine Bewilligung für landwirtschaftliche Gewerbe nur in Ausnahmefällen – etwa wenn kein Landwirt das Objekt zum zulässigen Preis erwerben möchte. Die Bewilligung setzt zudem voraus, dass der Kaufpreis nicht überhöht ist und das Grundstück im ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich des Betriebs liegt.
Achten Sie besonders auf das Fundament, das Dach, Feuchtigkeit in den Wänden und die allgemeine Bausubstanz. Beauftragen Sie einen Baugutachter – er deckt versteckte Mängel auf, bevor Sie sich zu unvorhergesehenen Kosten verpflichten.
Ja, die Pacht ist eine gute Alternative – besonders für alle, die erst Erfahrungen sammeln möchten, bevor sie kaufen. Das LPG schreibt Mindestpachtdauern vor: neun Jahre für landwirtschaftliche Gewerbe, sechs Jahre für einzelne Grundstücke.
Nachhaltigkeit wird in der Landwirtschaft immer wichtiger. Dazu gehören der biologische Landbau, die Verwendung von erneuerbaren Energiequellen wie Solar- oder Windenergie sowie der Einsatz wassersparender Technologien. Ausserdem können Landwirte Förderprogramme in Anspruch nehmen, die nachhaltige Praktiken unterstützen und finanzielle Anreize für Umweltschutzmassnahmen bieten.