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Wie schätzt man den Preis eines Gebäudes ein?

estimer le prix d'un immeuble

Die Schätzung des Preises für ein Gebäude ist ebenso heikel wie wichtig. Es gibt zahlreiche Gründe, warum eine Immobilie geschätzt wird, aber die häufigsten sind nach wie vor der Erwerb und Verkauf. In beiden Fällen muss die Bewertung sorgfältig vorgenommen werden, damit ein fairer Preis festgelegt werden kann, der den Besonderheiten der Immobilie, aber auch dem aktuellen Marktwert Rechnung trägt. Wenn man eine Immobilie richtig schätzt, ist es wahrscheinlicher, dass man ein Geschäft abschliessen kann. Man beachte, dass Immobilien im Allgemeinen im Laufe der Jahre an Wert verlieren, während Grundstücke gewinnen. Die Preisschätzung für ein Gebäude erfolgt daher nicht auf dieselbe Weise wie die für ein Grundstück.

Inhaltsverzeichnis

Unabhängig davon, ob Sie den Preis einer Wohnung oder den Wert einer Immobilie schätzen möchten, müssen Sie mehrere Faktoren berücksichtigen, angefangen mit dem Preis pro m2 in der Gemeinde, dann der Immobilie. Man berücksichtigt die Lage, die Wohnfläche und die Anzahl der Räume, die Grösse des Grundstücks und das Baujahr. Hinzu kommen eventuelle Umbaumassnahmen: Eine Terrasse, eine Veranda, ein Garten oder ein Swimmingpool sind sehr geschätzte Mehrwerte, die den Wert einer Immobilie erhöhen. Beachten Sie, dass auch die Aussicht zählt. Es stehen Ihnen viele Online-Tools zur Verfügung, die sich auf die hedonistische Methode stützen, die oft von Banken und Versicherungen verwendet wird. Ausserdem die vergleichende Marktanalyse, die darin besteht, ähnliche Objekte zu vergleichen, und natürlich der Experte, am besten vor Ort.

Was ist eine Investitionsimmobilie?

Unter den zahlreichen bestehenden Anlagearten hat die Investitionsimmobilie den Ruf, eine «sichere» Anlage zu sein. Aufgrund ihres geringen Risikos begeistert sie seit Langem viele Investoren in der Schweiz. Aber was genau nennt man eine Investitionsimmobilie? Eine Investitionsimmobilie, auch Anlageimmobilie genannt, ist eine Immobilie, die zum Zweck einer Geldanlage erworben wird und in der Regel der Verzinsung des eingesetzten Kapitals dient. Es handelt sich um eine Immobilieninvestition, die, wenn sie sorgfältig durchgeführt wird, regelmässige und dauerhafte Gewinne ermöglicht. Aber um intelligent zu investieren, sollte man sich tunlichst Immobilienexpertise aneignen oder sich andernfalls mit Menschen umgeben, deren Beruf die Bewertung von Immobilien ist.

Denn die Investition in eine renditestarke Immobilie verspricht aufstrebenden Anlegern oft ein passives und einfaches Einkommen. Es kann aber zu Frustration führen, wenn der Käufer schlecht vorbereitet ist. Mit hinreichend finanziellen Mitteln allein lässt sich nicht zwingend eine gewinnbringende Investition tätigen. Der erste Schritt beim Kauf einer Investitionsimmobilie besteht darin, diese Immobilie zu bewerten. So lässt sich einschätzen, welche Renditen möglich sind. Die Bewertung eines Gebäudes basiert häufig auf dem Einkommen, von dem die zum Tageswert aktuellen Zinsen abgezogen werden. Die Schätzung des Werts einer Investitionsimmobilie kann selbstständig mithilfe der online verfügbaren Tools oder eines Sachverständigen vorgenommen werden.

 

Welche Arten von Immobilien gibt es?

Schatzung einer Investitionsimmobilie

Die Unterscheidung der Gebäudetypen

Um in den vollen Besitz eines Gebäudes zu gelangen und dabei ein gutes Geschäft zu machen, muss der Käufer festlegen, welche Gebäudetypen er vermieten möchte. Mehrere Arten von Immobilien werden als Investitionsimmobilien betrachtet. Zu ihnen zählen:

  • Mehrfamilienhäuser
  • Einfamilienhäuser oder mehrstöckige Gebäude
  • gewerbliche Immobilien
  • Bürogebäude
  • Gebäude mit gemischter Nutzung

 

Die Nutzung von Anlageimmobilien unterscheiden 

Bei der Schätzung eines Gebäudes sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Neulinge, die mit dem Immobiliensektor wenig vertraut sind, können sich auf ein Online-Schätztool verlassen. Um die notwendige Expertise zu erhalten und das Investitionsvorhaben zum Abschluss zu bringen, empfiehlt sich die Inanspruchnahme eines lokalen Sachverständigendienstes, der die Vor- und Nachteile des kommunalen oder regionalen Marktes genau kennt.

Bevor Sie den Erwerb einer Immobilie zur Gewinnerzielung in Angriff nehmen, sollten Sie sich über ihre verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten im Klaren sein, um Gewinne zu erzielen. Die Online-Schätzung eines Gebäudes kann hilfreich sein. Wenn es um Investitionsimmobilien geht, haben Sie eine sehr vielfältige Auswahl

  • Das Wohngebäude: beinhaltet Wohnungen. Man unterscheidet deutlich zwischen Neubauten und Altbauten.
  • Das Geschäftsgebäude: umfasst sowohl Geschäfts- als auch Büroräume. Der Vorteil ist, dass oft die Kosten für Umbau und Renovierung vom Mieter zu tragen sind.
  • Die gemischte Investitionsimmobilie: beherbergt sowohl Geschäfte als auch Wohnungen und ist eine gute Investitionslösung, da sie die Umlage der Steuern ermöglicht.
  • Industriegebäude (Fabrikgebäude) oder halb-industrielle Gebäude (Logistiklager). Dieser Nischensektor wird zunehmend genutzt, insbesondere im Transport- und Lieferbereich. 
  • Im Hotelgewerbe genutzte Gebäude für den touristischen Bereich. Hotels, Jugendherbergen, Ferienhäuser oder Airbnb – die Optionen sind vielfältig. Trotz der aktuellen Konjunktur ist nichts verloren, und Sie können eine seltene Perle zum Niedrigpreis finden. 

 

Eine Investitionsimmobilie kann als privat oder gewerblich betrachtet werden. Die Schätzung eines Mietshauses ist einfach, wenn Sie den Gebäudetyp definiert haben, auf den Sie sich konzentrieren möchten. Um diese beiden Arten von Immobilien zu unterscheiden, wendet man einfach die Methode der Übergewichtung an. Ein Gebäude, bei dem 50 % der Fläche für Geschäfts-, Handels- und Mietzwecke genutzt wird, gilt nämlich als Geschäftsgebäude. Wenn beispielsweise ein Gebäude mehrheitlich aus Geschäften und Büros besteht, die oberste Etage aber für Wohnungen bestimmt ist, wird es als Geschäftsgebäude betrachtet. Auf steuerlicher Ebene ist die Hauptnutzung massgebend. Zögern Sie nicht, sich um Hilfe an einen Immobilienprofi zu wenden. 

Wie werden Miet- und Geschäftsgebäude geschätzt?

Schatzung eines Geschatfsgebaudes, Berenchnung der Rendite

Bei der Bewertung einer Investitionsimmobilie stützt man sich auf die Dienste eines kompetenten Fachmanns. Letzterer kann eine der folgenden Methoden anwenden:

  1. Renditewert
  2. DCF für Discounted Cash Flow
  3. intrinsischer Wert
  4. hedonistische Methode.

Die Schätzung eines Gebäudes unter Berücksichtigung des Ertragswerts 

Der Ertragswert ist eine Kennzahl. Sie beschreibt die durch Kapitalisierung der tatsächlichen oder vom Immobiliensachverständigen geschätzten Einkünfte erzielten Gewinne. Dabei ist zu beachten, dass er neben den erwarteten Mieteinnahmen auch vom Zinssatz, aber auch von der erwarteten Rentabilität abhängt. Die jährlichen Bruttomieteinnahmen müssen also durch die erzielte Kapitalisierungsquote geteilt werden. Letztere hängt vom allgemeinen Zustand der Immobilie, ihrem Typ und ihrer geografischen Lage ab.

Ein Beispiel: Die Höhe der erhaltenen Mieten beträgt CHF 150’000.- pro Jahr mit einer Kapitalisierungsquote von 5,75 %. Der Ertragswert des Gebäudes liegt bei CHF 2’ 600’000.-, also CHF 150’000.-/5,75 %.

Die Schätzung eines Gebäudes unter Verwendung des DCF (Discounted Cash Flow)

Die Kapitaldeckungsmethode für künftige Geldflüsse, auch als DCF für Discounted Cash Flow bezeichnet, wird als dynamischer Ertragswert für Investitionsrechnungen betrachtet. Mit dieser Methode lässt sich durch eine Marktwertermittlung der Betrag abschätzen, den ein Käufer zu einem bestimmten Zeitpunkt T in Erwartung der Cashflows der nächsten Jahre zur Verfügung haben wird. Eine weit verbreitete Methode zur Schätzung eines Gebäudes basiert auf dem System der Kapitalrendite. Der Verkauf ist möglich, wenn der Investor die Kosten für das gebundene Kapital, also Fremd- wie Eigenkapital, übernehmen kann.

 

Die Schätzung eines Gebäudes unter Berücksichtigung des intrinsischen Wertes

Der intrinsische Wert ist der aktuelle reale Wert des Gebäudes. Um den intrinsischen Wert zu berechnen, muss man den Neuwert der Immobilie nehmen und die Abnutzung abziehen.

Intrinsischer Wert = Neuwert - Abnutzung + Grundstück. 

  

Die Schätzung eines Gebäudes nach der hedonistischen Methode 

Ausserdem können Experten die hedonistische Methode verwenden, um den Preis eines Gebäudes zu berechnen. Sie ermöglicht eine Schätzung des Wertes anhand des Preises vergleichbarer Immobilien. Im Schweizer Immobiliensektor ist sie sehr verbreitet, ermöglicht sie doch oft die Bewertung eines Standardhauses oder -gebäudes. Um sie effektiv zu nutzen zu können, müssen die Vergleichselemente auf dem Markt bekannt sein. Für Luxusanwesen oder atypische Immobilien ist die Situation komplizierter. Ein Immobilienexperte wird wissen, wie man diese verschiedenen Werkzeuge einsetzt, um zukünftigen Käufern präzise Schätzungen übermitteln zu können.

 

Welche Zustände wirken sich auf den Wert eines Gebäudes aus? 

Berechnung der zusätzlichen Kostem für InvestitionsImmobilien

Um den Wert eines Gebäudes zu schätzen, müssen die Ergebnisse einiger technischer Untersuchungen berücksichtigt werden. Mittels des Gebäudechecks lässt sich feststellen, ob das Gebäude den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Dies kann sowohl eine Energiediagnose als auch eine Untersuchung in Bezug auf gesundheitsschädliche Stoffe sein. 

  • Der GEAK®, also der Gebäudeenergieausweis der Kantone, lässt Sie die Qualität der thermischen Gebäudehülle einschätzen. Das Gebäude wird dann auf einer Skala von A bis G klassifiziert. Genau wie bei Energielabels elektrischer Geräte entspricht A der besten Note, G der schlechtesten. Eine bessere Klassifizierung steigert den Wert einer Immobilie. Anschliessend muss sichergestellt werden, dass in den Baustoffen, aus denen die Immobilie besteht, keine Schadstoffe enthalten sind.
  • Blei ist ein Schwermetall, das sowohl für den Menschen als auch die Umwelt giftig ist. 2005 wurde dieses Material beim Bau verboten. Anhand der Bleidiagnose erkennen Sie, ob in Gebäuden aus der Zeit vor 2005 Blei verbaut wurde. In der Romandie ist diese Untersuchung schon für die Gebäudeschätzung vorgeschrieben. In der Deutschschweiz ist das noch nicht so ein Thema. Spätestens vor Renovierungsarbeiten muss die Diagnose jedoch durchgeführt werden. Potenzielle Käufer werden das Vorhandensein einer solchen Diagnose begrüssen.
  • Mit der PCB-Diagnostik können Spuren von polychloriertem Biphenylen nachgewiesen werden, einem Öl, das früher in der Isolierung und in Farben verwendet wurde. Dieser Test ist für Bauten vor 1991 obligatorisch, wenn Renovierungsarbeiten durchgeführt werden sollen. Im Rahmen eines Verkaufs ist sie jedoch nicht zwingend vorgeschrieben. Dasselbe gilt für Asbest. Auch wenn es vor dem Verkauf einer Immobilie nicht zwingend erforderlich ist, kann der Käufer eine Anfrage an den Eigentümer stellen, der ein grosses Interesse daran haben wird, positiv zu reagieren. In der Tat spielt das Vorhandensein von Asbest eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen.
  • Auf der elektrischen Seite regelt die Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) die Kontrolle und Konformität elektrischer Anlagen. Je nach Art der Anlagen können die Kontrollen regelmässig alle 5, 10 oder 20 Jahre durchgeführt werden. Beachten Sie, dass dies im Zusammenhang mit einem Verkauf aus Gründen der Transparenz zwingend erforderlich ist.
  • Die ist nützlich, um Risiken für Leckagen zu erkennen und eine Kohlenmonoxidbelastung und -vergiftung zu vermeiden, sie ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Radon hingegen ist ein mit blossem Auge nicht nachweisbares Gas, das durch die natürliche Verwitterung der Erdkruste entsteht. Mittels der Radon-Diagnose lassen sich Radonspuren und ihre Konzentration in der Luft erkennen. Radon spielt neben dem Rauchen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Lungenkrebs.

 

Wie finanziere ich meine Investitionsimmobilie?

finaziere ich meine Investitionsimmobilie

Die Finanzierungskapazität einer Immobilie berücksichtigt mögliche Arbeiten und Renovierungen, die Nutzung der Immobilie, ihre geografische Lage, das Leerstandsrisiko und viele andere Faktoren. Es kommt also vor allem auf ihre Besonderheiten an. Aber in der Regel ist eine Finanzierung von 80 % möglich. Der Erwerber muss dann die restlichen 20 % als Eigenkapital übernehmen. Die Vorsorgefonds der 2. und 3. Säule dürfen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn der Eigentümer in einer seiner Immobilien wohnt. Gegebenenfalls ist eine proportionale Anrechnung möglich. Die Berechnung der Verschuldungsquote von Investitionsimmobilien ist anders als bei Wohnimmobilien zur Eigennutzung. Hier spielt nicht das Einkommen des Hypothekennehmers die wichtigste Rolle, sondern die Netto-Mieteinnahmen.

 

Wie berechnet sich also die Verschuldungsquote?

Alle anfallenden Kosten werden in die Berechnung der Verschuldungsquote einbezogen: Hypothekenzinsen, Abschreibungskosten und sonstige Nebenkosten. Wenn man die Höhe der entstandenen Kosten von der Höhe der jährlichen Nettomieteinnahmen abzieht, muss der Überschuss so interessant wie möglich sein. Nehmen wir zum Beispiel eine für CHF 1’500’000.- festverzinslich erworbene Immobilie mit einer Hypothek von CHF 1’200’000.-, was 80 % des Kaufpreises entspricht. Die jährlichen Nettomieteinnahmen betragen CHF 100’000.- bei einem Zinssatz von 5 %. Die kalkulierten Zinskosten belaufen sich auf CHF 60’000 (5 % von CHF 1’200’000.-, der Abschreibungssatz von 1 % beträgt CHF 12’000.-, und die Nebenkosten von 15 % der Nettomieteinnahmen ergeben CHF 15’000.-.

 

Wie ergibt sich der jährliche Überschuss?

Zieht man diese Kosten von den jährlichen Mieteinnahmen ab, ergibt sich ein jährlicher Überschuss von CHF 13’000.-. Zusätzlich zu diesem Überschuss prüfen die Hypothekengläubiger auch die Bruttorendite einer Immobilie. Eine Bruttorendite von rund 7 % wird nach Schweizer Standards als angemessen angesehen. Allerdings kann die Rendite je nach verschiedenen Faktoren anders ausfallen. Aus diesem Grund können unterschiedliche Schätzungsmethoden dazu führen, dass der Zinssatz variiert. Daher ist es wichtig, einen kompetenten Sachverständigen zurate zu ziehen und, wenn möglich, sogar mehrere Angebote zu vergleichen und die Zinssätze zu überprüfen. Bitten Sie lieber um eine Schätzung.

 

 

Welche Dokumente sind für die Bewertung eines Gebäudes erforderlich?

Für die Bewertung eines Gebäudes obligatorische Dokumente

Unabhängig davon, ob Sie Online-Simulationstools verwenden oder einen Immobilienmakler hinzuzuziehen, benötigen Sie bestimmte Unterlagen, um den Wert einer Anlageimmobilie zu bewerten. Je grösser die Anzahl der zur Verfügung gestellten Dokumente, desto genauer wird die Schätzung. Einige Dokumente spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung einer Immobilie, andere sind jedoch nur schwer zu beschaffen. Der Sachverständige muss sich auf die folgenden Punkte stützen können:

  • eine detaillierte Beschreibung des Baus
  • den Auszug aus dem Grundbuchregister
  • den Katasterplan
  • die Pläne des Gebäudes (Grundriss, Schnitt, Fassade)
  • den steuerlichen Wert, der in der Steuererklärung für Immobilien enthalten ist
  • bestehende Dienstbarkeiten
  • private Rechtsvereinbarungen

 

Einige Dokumente können vom Eigentümer, den Gemeindeämtern oder dem Grundbuchamt bezogen werden. Wenn keine Sicherheitsbescheinigung für die Niederspannungs-Elektroinstallation vorhanden ist, sollte diese von einem autorisierten Installateur angefordert werden. Was die Feuerversicherung des Gebäudes betrifft, so wird der Antrag beim Versicherer gestellt. Ebenfalls angefordert werden kann ein Dokument, in dem die Einzelheiten der Mieteinnahmen aufgeführt sind – und der sogenannte WALT "Weighted Average Lease Term", der dem gewichteten Durchschnitt der Mieten entspricht. Diese Dokumente ermöglichen es dem Experten, eine professionelle und faire Bewertung vorzunehmen. Unabhängig von der verwendeten Methode ist es für alle Operationen von Vorteil, möglichst viele Dokumente zur Hand zu haben.

 

Wie kann man die Bewertung eines Gebäudes vornehmen?

Wie man ein Gebäude begutachtet

Um ein Gebäude zu schätzen, haben Sie die Wahl zwischen zwei Optionen: Sie können sich auf Online-Bewertungstools verlassen oder einen Immobilienfachmann vor Ort nutzen. Die erste Methode, bekannt als hedonistisch, basiert auf einer Datenbank abgeschlossener Verkäufe und erlaubt daher einen Vergleich und eine gezielte Marktbearbeitung. Es kommen Dutzende von Kriterien ins Spiel, sowohl über die Immobilie selbst (Baujahr, Grundstücksfläche, Wohnfläche, Zustand usw.) als auch über ihren Standort (Lage, Vorhandensein von öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften im Umfeld usw.). Einfach, schnell, präzise und kostengünstig, das ist eine Lösung, die von Banken und Versicherungen geschätzt wird. Dennoch müssen Sie die für Ihre Simulation spezifischen Daten bereit haben.

 

Vertrauen Sie einem Fachmann die Bewertung eines Gebäudes an

Beachten Sie, dass bei einer aussergewöhnlichen Immobilie eine Schätzung angesichts der geringen Anzahl ähnlicher Transaktionen schwierig wird. Wenn Sie nicht in der Lage sind, sich in die Spezifika von Immobilien einzuarbeiten, wenden Sie sich an einen Makler. Der Sachverständige führt einen Besuch durch und prüft die einschlägigen Unterlagen und Elemente, um eine schriftliche Bewertung vornehmen zu können. In der Schweiz ist der USPI-Experte ausgebildet und berechtigt, eine professionelle Schätzung abzugeben. Dies ist eine zusätzliche Garantie, die bei der Beantragung von Finanzmitteln nützlich sein kann. Die BOV (Broker Opinion of Value) ist eine weit weniger kostspielige Schätzung als der Weg über einen Makler. Für Förderanträge reicht das aber nicht aus.

 

Schätzung eines Gebäudepreises: Was ist zu beachten?

Seine Immobilie kostenlos von einem Immobiliensachverständigen bewerten lassen

Zunächst einmal ist die Bewertung eines Gebäudes nicht ganz dasselbe wie die Bewertung eines Grundstücks oder eines Hauses. Die Schätzung eines Gebäudes erfordert eine noch detailliertere Dokumentation, auch im Hinblick auf die Vielfalt der Gebäudetypen in diesem Bereich. Ein Gebäude mit ausschliesslich Wohneinheiten wird anders bewertet als z. B. ein Geschäftsgebäude. Die Schätzung können Sie mithilfe von Online-Tools selbst durchführen. Oder vertrauen Sie Ihr Projekt Branchenspezialisten an, die mit den Bedingungen, Gegebenheiten, Vorteilen und Zwängen im kommunalen oder regionalen Kontext vertraut sind. Auf der methodischen Seite gibt es mehrere Ansätze, um zu einem guten Ergebnis bzw. einer guten Schätzung zu kommen. Die Schätzung des Preises für ein Gebäude kann für den Erwerb oder den Verkauf desselben sehr wichtig sein.

Zusammenfassung

  1. Gebäude typisieren nach Gebäudeart und geplanter Nutzung (Mehrfamilienhaus, Einfamilienhaus, gewerbliche Immobilie, Bürogebäude, Gebäude mit gemischter Nutzung)
  2. Sich für eine Schätzmethode entscheiden (Renditewert, Discounted Cash Flow, intrinsischer Wert oder hedonistische Methode)
  3. Technische Untersuchungen einholen (GEAK, Diagnosen über Bauschadstoffe und Zustand der Installationen)
  4. Finanzierung und mögliche Rendite berechnen
  5. Unterlagen anfordern (Baubeschreibung, Auszug aus dem Grundbuchregister, Katasterplan, Gebäudepläne, steuerlicher Wert, bestehende Dienstbarkeiten, private Rechtsvereinbarungen)

FAQ

Je nachdem, wie man eine Liegenschaft betrachtet, sind unterschiedliche Werte relevant. Die Steuerverwaltung wird einen anderen Wert betrachten als die Versicherung. Dies sind die wichtigsten Werte in Bezug auf Anlageimmobilien:

  • Marktwert
  • Amtlicher Wert
  • Landwert
  • Ertragswert
  • Neuwert
  • Mietwert
  • Realwert
  • Verkehrswert
  • Zustandswert
  • Versicherungswert

Er bezeichnet den von der kantonalen Steuerverwaltung festgelegten Steuerwert, anhand dessen Liegenschafts- und Vermögenssteuern erhoben werden. Er ist im Grundbuch eingetragen.

Während der Neuwert die Kosten beziffert, die bei Erstellung eines existierenden Gebäudes heute anfielen, bildet der Realwert die Summe von Zustandswert und Landwert ab und berücksichtigt ausserdem Baunebenkosten und Umgebungskosten. Der Verkehrswert hingegen ist der tatsächliche Marktwert, den diese Liegenschaft im aktuellen Zustand an diesem Standort erzielt. Neben Grösse und Bausubstanz spielen hier auch Fragen des Marktes wie Angebot und Nachfrage eine Rolle. In der Regel ergibt er sich aus einer Mischkalkulation aus Realwert und Ertragswert. Letzterer beziffert den kapitalisierten Mietwert.

Hohe Renditen von 5-10 % versprechen Inserate angebotener Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser als Anlageimmobilien. Bevor Sie sich für eine solche Investition entscheiden, informieren Sie sich genau über die tatsächlich mögliche Rendite. Volatile Zinsen, weitere Investitionskosten, eine Wertminderung der Immobilie – all das kann den Gewinn schmälern. Nicht zuletzt müssen Sie auch den lokalen Markt betrachten: Wie hoch ist die Nachfrage nach Wohnraum? Gibt es Leerstand? Ob sich eine Investition lohnt, können Sie erst mit hinreichender Expertise entscheiden.

Den Gebäudeenergieausweis der Kantone erkennen alle Kantone an. Bestimmte Vorschriften gelten in der gesamten Schweiz, andere aber lediglich regional. Ausserdem ändern sich Gesetze und Vorschriften. Manche Gutachten sind gesetzlich verpflichtend, andere haben im Rahmen von Wertgutachten eine hohe Bedeutung. Informieren Sie sich vorab bei Verwaltung und Fachleuten, welche Gutachten unverzichtbar sind.